So, das wird vermutlich vorerst mein letzter Blogbeitrag sein bis ich wieder nach Deutschland komme und von unserer letzten Reise berichten kann.
Am Samstag haben wir unsere Abschiedsparty gefeiert. Kotetes Mama (Mayas Schwiegermutter ;)) hat uns angeboten bei ihr zu Hause zu feiern, weil sie mehr Platz hat. Leider konnen viele unserer Freunde nicht, da Montag Feiertag war und sie über das verlängerte Wochenende nicht daheim waren. Aber die allerwichtigsten waren trotzdem da und es war ein einmaliges Fest.
Wir ham gelacht, gesungen, uns unterhalten und gespielt, so bis ca 2 Uhr nachts, bis wir in die Disco sind.
Da Santiago, einer der Brüder, denen die Disco gehört, an dem Tag Geburtstag hatte, haben wir ihn auch noch mit einem Kuchen überrascht, worüber er sich wie ein Schneekönig gefreut hat!
Dann haben wir alle zusammen die Tanzfläche erobert und hatten einen Heidenspass. Vor allem ich mit meinem “super” Rhythmusgefühl…..naja, aber so hatten die anderen wenigsten was zum Lachen
Bis um 5 Uhr die Musik ausging und wir raus mussten, haben wir uns vergnügt und sind anschliessend noch zu uns nach Hause in die Wohnung gefahren.
Fünf unserer Freunde sind aus Nacimiento, einer Nachbarstadt, in die erst um 7 Uhr der erste Bus losfährt. Yeka ist natürlich bei uns geblieben.
Wir haben gequatscht und gaaaaaanz viel Kaffee getrunken. Maya und Yeka sind irgendwann todmüde in ihre Betten gefallen und so haben Lena und ich die anderen um halb 8 noch zum Busterminal gebracht. Gegen 9 Uhr waren wir wieder daheim und haben beschlossen dass es sich nun auch nicht mehr lohnt zu schlafen, da Lena mittags ihren Bus nach Santiago hatte, von wo aus sie nach Iguazu in Brasilien fliegt.
Also haben wir geduscht, Lena hat Koffer gepackt und ich hab angefangen unser Chaos aufzuräumen
Der Abschied war komisch, Yeka und Pao waren mit uns am Terminal und alle haben wir Lena mit weissen Taschentüchern hinterhergewunken.
Nun steht ihr Zimmer leer. In der Wohnung haben wir schon alle Stadtpläne, Mappen, Bilder und Fahnen abgehängt und auch in meinem Zimmer sind die Wände kahl. Alles wirkt so anonym und komisch.
Eigentlich wäre ich auch schon weg.
Ich hatte geplant am Montag nach Temuco zu fahren um von dort aus einen Bus nach San Martin de los Andes in Argentiniern zu nehmen. Auf dem Rückweg am Donnerstag Abend wäre ich dann nochmal eine Nacht hier geblieben, hätte meine Koffer geholt und wäre dann am Freitag weiter nach Santiago. Dort kann ich mein Gepäck bei Paulina, einer Freundin lassen und fahre mit dem Bus nach Mendoza, wo ich mich mit Lena treffe. Zusammen reisen wir in Argentinien hoch nach Salta und überqueren von da aus wieder die chilenische Grenze auf der Höhe der Atacamawüste, um eine Woche in San Pedro de Atacama zu bleiben.
Am 17 Juli beginnt dann die Rückfahrt nach Santiago. Auf dem Weg wollen wir nochmal kurz an den Stränden der Bahia Inglesa Halt machen, die saubersten und weissenten Strände Chiles und eine der schönsten der Welt.
Dann stossen wir in Santiago auf Maya, die mit Kotete anreist und fliegen am 21 Juli zusammen los über Sao Paulo nach Frankfurt, wo wir am 22. Juli um 14.30 deutscher Zeit wieder Boden betreten
Tja, ich bin auch tatsächlich am Montag nach Temuco gefahren. Aufgrund des Feiertags war dort jedoch alles geschlossen, sogar die Touriinfo. Auch die Busoficina, die mit Argentinien korrespondiert hatte zu und so bin ich zwei Stunden lang mit Sack und Pack durch die fast leere Stadt gelaufen. Ich hatte auf einmal garkeine Lust mehr zu reisen, wollte zurück, zurück zu meinen Freunden, ich kann mich einfach nicht verabschieden, kann noch nicht gehen.
Aber ich wollte es wenigstens versuchen. Irgendwie ist das ja auch doof wenn ich auf einmal wieder zurückkomme. Also hab ich einen Mann auf der Strasse gefragt, ob er wüsste wo das Terminal ist, von dem aus Busse nach Argentinien abfahren. Er war total hilfsbereit, hat sein Auto geholt und mich hingefahren. Es stellte sich herraus, dass erst am nächsten Morgen um 7.30 Uhr wieder Verbindungen nach San Martin zur Verfügung stehen. Und ich wollte nicht mehr. Ich wollte mir kein Hostal suchen, wollte keine acht Stunden im Bus verbringen, wollte Yeka wieder sehen.
Fernando, der hilfsbereite Mann brachte mich sogar noch den weiten Weg zurück zum Hauptterminal Tamucos, wo wich noch zwei Stunden warten musste bis der nächste Bus zurück nach Los Angeles fuhr.
Dort angekommen holte mich Pao ab, und ich schlief eine Nacht bei ihr, bevor ich gestern Morgen wieder in die Wohnung zurück bin und den halben Tag mit Yeka verbracht und gelacht hab!
Heute Abend gehe ich das letzte Mal in Karate um mich von den chicos zu verabschieden. Die meisten sind von der Deutschen Schule, aber ausser “Aufwidensen” ist witzigerweise nicht arg viel hängen geblieben…..naja, das können sie ja dann später sogar anwenden
Am Freitag Morgen fahre ich dann aber tatsächlich nach Santiago, kann Lena ja nicht alleine in die Wüste schicken
Uhh, das wird mir noch schwer fallen…ich kann mir einfach überhaupt nicht vorstellen zu gehen, all die Leute erst mal für eine lange Zeit nicht wieder sehen zu können…….
Natürlich freue ich mich auch auf euch, sehr sogar, aber ich weiss und wusste ja vor einem Jahr schon, dass ich euch wieder sehen werde, in abesehbarer Zeit. Aber wann werde ich meine Freunde hier wieder treffen?
Naja, machts gut, bis ganz bald ihr lieben, muchos besos desde lejos les manda Katha
Hallo Katharina!
AntwortenLöschenErstens wollt ich dich um Entschuldigung bitten, weil ich zufällig auf deine Blog-seite beigetretten bin :S wollt dir nur sagen dass deine Fotos sehr schön und lustig sind, und hab auch n paar Texte gelesen, die du geschrieben hast! ich weiss ja dass du diesen blog dür deine Freunde erstellt hast, ich hoffe, dieser Einbruch in deine Privatsphäre stört dich nicht!
Ich komme aus Chile, von daher auch mein Neugier! :P
ich wohne in Mainz und studiere Musik seit 3 Jahren, und finde immer toll dass junge Leute sich für Chile und Südamerika interessieren, und deine Seite ist wie ein kleines Fenster von dir und Chile!
Bitte sei mir nicht böse, und wünsche dir einen schönen Aufenthalt noch in Chile!!!
Saludos desde Mainz
Víctor