DA BIN ICH !!! *g*

Freitag, 25. März 2011

Vögelgrüsse

Hier wird es so langsam Herbst.
Morgens wenn wir aufstehen ist es wieder dunkel. Abends wenn es ins Karate geht mittlerweile auch.
Trotz ausgebliebener Zeitumstellung...
Die Zugvögel sammeln sich auf den Stromleitungen und auf den Bäumen.
Riesige Schwärme laut krächzender, singender und schnatternder Piepmatzen.
Sie fliegen in den Norden. Da wo es jetzt Frühling wird, die Sonne ihr Federkleid wärmt.
Ich hab ihnen gesagt sie sollen euch Grüsse ausrichten wenn sie nach Deutschland kommen. Denn sie werden vor mir dort sein :)
Überall wo es jetzt von den Dächern zwitschert, wo euch morgens lauter Vogelgesang weckt, da denkt an mich, denn jede Melodie, jeder Ton, ist ein lieber Gruss aus dem fernen Chile, von mir.....!

Sonntag, 20. März 2011

Mochileando.....oder: mit dem Rucksack unterwegs

Unsere zweimonatige Reise führte uns nach Patagonien in den Nationalpark Torres del Paine, von dort aus nach Norden, wo wir Muerto Montt, Puerto Varas, Frutillar und den Lago Llanquihue mit dem Vulkan Osorno kennen gelernt haben. Wir besuchten Valdivia, Chiloe und Santiago. Von dort aus hieß es für Maya ab nach Mexico! , Lena und ich sind nach Peru geflogen.

Los gings am 4. Januar. Jeder von uns ausgestattet mit einem großen Rucksack, den wir im Nachtbus nach Puerto Montt verstauten.
Vor lauter Aufregung auf die bevorstehenden zwei Monate, konnte ich kaum schlafen… Zusammen mit Paola, die uns die ersten zwei Wochen begleitete, vertrieben wir uns die Zeit bis zum Abend in der Stadt und an der Küste, bis wir später den Transfer zum Flughafen nahmen.
































Genau wir im Kinofilm “Terminal” verbrachten wir die Nacht wie Penner auf einer Flughafenbank, angezogen mit dem Rucksack unterm Kopf, um direkt morgens um 6 Uhr einzuchecken……………….
Naja, im chilenischen Chaos stand über jedem Schalter “Santiago” angeschrieben und da unser Flug nach Punta Arenas in Patagonien gehen sollte, warteten wir über eine Stunde bis sie unseren Eincheckschalter aufmachen würden. So weit kam es jedoch nicht, da wir schon per Lautsprecher aufgerufen wurden, weil wir beim Boarding nicht dabei waren…….
Schnell mussten wir uns an den vielen Wartenden vorbeischieben, um zu erfahren dass halt mal generell immer Santiago oben drüber steht und nicht der Zielflughafen. Wir gaben unsere Rucksäcke auf und mussten noch erklären dass wir nicht zu spät gekommen sind, sondern eigentlich die ersten waren die warteten; dann rannten wir nach oben um ins Flugzeug zu steigen.
Gerade oben angekommen orderten sie uns wieder nach unten, da in den Rucksäcken “Gefahrgut” sichergestellt wurde.
Wir wurden wieder zurück ins Erdgeschoss geschleust, wo wir die Rucksäcke ausräumen mussten um alle eingepackten Gaskartuschen für die Campingzeit im Nationalpark Torres del Paine zu suchen und auszupacken…………
Schnell wieder nach oben. Alle Passagiere saßen schon auf ihren Plätzen und wir mussten uns bis fast ganz hinten durchschieben………

In Punta Arenas angekommen, fanden wir gleich ein superschönes billiges Hostal, in dem wir sogar unser Gepäck, das wir nicht für den Nationalpark brauchten, zurücklassen konnten. Abends spazierten wir noch am Meer entlang und ich war total aus dem Häuschen weil ich fälschlicherweise die dort stehenden Komorane für Pinguine hielt………........wurde aber schnell wieder desillusioiert...............!!!! :)



































Am nächsten Morgen beschlossen wir nach Puerto Natales zu trampen, das etwa 250 km weiter nördlich von Punta Arenas liegt, und von wo aus Busse in den Nationalpark fahren.


































Es war total witzig weil es für Lena, Maya und mich das erste mal trampen war, und als wir nach oben ins LKW- Führerhaus stiegen war alles irgendwie abenteuerlich. Maya, Pao und ich quetschten uns zu dritt hinten auf das Bett, Lena saß vorne, und hatten eine gigantische Aussicht.
Die Landschaft ist einzigartig und überwältigend. Man fühlt sich tatsächlich am Ende der Welt angekommen- el FIN del mundo- wie auf unseren angefertigten T-Shirts mit dem Foto von Fin draufsteht.
Vorbei ging es an Schafherden die in der endlosen Tundraebene weideten. Am Straßenrand ein Vogelstrauß mit Jungen (!) und Lena hat ein Alpaka gesehen, das in den sanften Hügeln graste!
Kaum ein Baum ist hier zu finden und die endlose Weite hat so viele unterschiedliche Farbtöne, die durch das Spiel von Sonne und Wolken noch mehr hervorgehoben werden.
Ganz am Horizont schimmert dunkelblau das Meer und gegenüber bilden die dunklen Inseln das legendäre Feuerland!
Es ist so faszinierend, dass man vor Staunen den Mund kaum schließen kann.
Mit jedem Kilometer den wir zurücklegen verändert sich das Landschaftsbild!

Der Fahrer fuhr weiter über Argentinien bis nach Santiago und setzte uns an einer Kreuzung wieder ab.

Doch der Nationalpark konnte dieses gigantische Naturwunder noch toppen!
Wir liefen bis zu 22km am Tag, und die Natur war einfach so beeindruckend schön und einzigartig dass man es garnicht in Worte fassen kann. So facettenreich atemberaubend!
Man ging ein Stück in zerklüfteter Felslandschaft, kam über einen Hügel, fand sich danach in einem Wald, bog um eine Kurve, nach der Grassteppe begann so weit das Auge reicht. Nach jeder Biegung schien eine neue Vegetationszone anzufangen. Es ging Berg auf und Berg ab, auf schmalsten Gerbirgspfaden, auf der einen Seite der steile Berg, auf der anderen tiefe Schlucht. Reißende Bäche kreuzten den Weg, einige überquerten wir auf den Geröllsteinen balancierend, von einem auf den anderen hüpfend (manche Touris sind auch neben die Steine getrapt  ), andere hatten teils wagemutige Brückenkonstruktionen. Daraufhin habe ich mich entschlossen eine Brückenfotosession zu machen, d.h. bei jeder Brücke auf unserem Weg ein Bild zu machen, also wundert euch nicht über die vielen Brückenfotos :P. Allerdings hab ich es irgendwann aufgegeben, von jeder einzelnen ein Bild zu machen, es waren einfach zuuuuuuu viele.









































Das Unglaublichste in den Torres war aber der Wind. Er begleitete uns ständig, bäumte teilweise auf, wurde immer stärker und erreichte echt Orkanstärke.
Einmal mussten wir ein kurzes Stück an eine Felswand gepresst zurücklegen, danach ging es wieder megasteil nach oben. Die Berggipfel waren von grauen Gewitterwolken eingehüllt, ab und zu hörte man ein Donnern. So ganz geheuer war uns nicht bei der Sache, deshalb wollten wir so schnell wie möglich am Zeltplatz ankommen. Der Wetterumschwung ist hier genauso unberechenbar wie der Wechsel der Landschaften.
Der Sturm (denn Wind kann man es nicht mehr nennen) war so stark und so schnell plötzlich da, eine Staubwolke aus Sand und Dreck mit sich bringend, dass es uns ein paar mal unmöglich war weiter zu laufen. Auf dem Minischmalen Pfad war es ohnehin schon gefährlich und wenn dich dann auch noch der Sturm talwärts drückt…..ich bin mir sicher dass es mich ohne das Gewicht des Rucksacks fortgeweht hätte…ein mulmiges Gefühl.
Einmal war er Wirklich so stark dass es sogar Lena samt Rucksack umwehte und mich mit vollem Gepäck rückwärts in einen Busch schmiss, aus dem mir Maya dann wieder raushelfen musste weil ich so komisch drinnen lag dass ich alleine kaum mehr hochgekommen wäre.
Als wir im Refugio dann gerade unser Zelt einrichteten, meinte Maya dann: „Oh guck mal Katha, was da fliegt!“ , und wir mussten beide laut lachen als der Wind ein komplettes Dreimannzelt in 10 Meter Höhe durch die Luft davontrug!
Dafür entlohnte aber die Natur: der hellblautürkise See, dessen Wellen ans Meer erinnerten und dessen Oberfläche durch das Spiel von Sonne und Wolken eine eigenartige, wunderschöne Schattierung erhielt, kam uns immer näher.
Bizarr geformte Hinkelsteine mitten im Wald, erdiger von Wurzeln bedeckter und durchzogener Boden, hinter der nächsten Kurve auf einmal Kies oder grobsteiniger Pfad, Windgestrüpp: niedrig und zäh.
Ein paar rote Blüten an wenigen Büschen, gelbe Blumen und weißer Klee, dann wieder keine Vegetation.
Die Natur so unbeständig und wechselhaft wie das Wetter. Du schaust nach oben: keine Wolke, Sonnenschein, Windstille.
Du läufst zehn Minuten, befindest dich in Windgeschwindigkeiten bei denen in Deutschland höchste Sturmwarnung ausgerufen würde, dir peitscht der Regen ins Gesicht und Wolkenberge verdecken die Sonne, die dich eben noch wärmte.
Wir sahen zum ersten mal im Leben Eisberge, näherten uns einem gigantischen Gletscher. Der Durst wurde an jedem Gebirgsfluss gestillt, die hier alle so klares und sauberes Wasser haben, dass wir nur eine Tasse mit Kletterhaken am Hosenbund befestigt dabei hatten, aus der wir dann tranken. Am letzten Tag kamen wir an einem Pferdegerippe vorbei, das vermutlich von Pumas gerissen wurde, so ganz einsam in der Steppe…




























































































Im Folgenden lasse ich euch jetzt an den Mails teilhaben, die ich von unterwegs aus geschrieben habe und die so eigentlich alle wichtigen Informationen beinhalten. Es wäre sonst einfach zu viel und zu lang um alles aufzuschreiben.
Das erzähl ich euch dann lieber mal so wenn ich wieder zurück bin!


15.Januar 2011
Ihr lieben Daheimgebliebenen :)
Wie ich gerade im Internet gegoogelt habe bekommt ihr zu Hause von dem ganzen Chaos hier überhaupt nichts mit........Patagonien ist Gefängnis und Flüchtlingslager zugleich. Die chilenische Regierung will die Gaspreise um 20% erhöhen. Da das Gas aber von hier unten von den Magellans kommt, sehen es diese überhaupt nicht ein mehr für ihr eigenes Produkt zu bezahlen und streiken jetzt.
Streiken, d.h. sie haben überall ganz ganz viele Straßensperren errichtet und lassen kein einziges Fahrzeug passieren. Alle öffentlichen Verkehrsmittel sind lahm gelegt, und die Privatautos, die noch fahren können, weil sie noch etwas Gas haben, dürfen die Städte nicht verlassen.
Angefangen hat das an unserem vorletzten Tag im Nationalpark. Das berührte uns noch wenig und wir dachten das ganze würde schon bald vorbei sein. Als wir dann aber den Tag drauf den Park nicht verlassen konnten, weil kein Bus fuhr, begann aufgrund unserer Essens- und Geldknappheit, das genau kalkuliert war, der Ernst der Lage. Wir durften in einer alten Schule auf dem Boden schlafen und bekamen heißes Wasser mit dem wir Tütensuppen und Haferflocken zubereiten konnten. Ein Augsburger Ehepaar war total lieb und gab uns 30 Dollar. Sie haben selbst Kinder in unserem Alter und wollten auch, dass man ihnen in solch einer Lage weiterhilft. Das Geld haben wir zum Glück nicht gebraucht. Wir werden es in Deutschland zurück geben und sie zum Kaffee einladen.
Mit mege mega viel Glück konnten wir vom hintersten Teil des Parks bis ganz vor trampen. Hugo, der Fahrer war ein wahrer Engel. Er versorgte uns sogar noch mit Brot und Äpfeln und wollte keinerlei Geld. Andere witterten wiederum ein großes Geschäft bei der Touristentransportation und knöpften den armen Reisenden richtig viel ab........
Trotzdem kamen wir nicht weiter als bis zu Sperre. Keine Fahrzeuge dürfen passieren. Also liefen wir mit Sack und Pack, noch zwei anderen Deutschen und einer Schweizerin bis zum Cerro Castillo, einem Miniort 5 km weiter. Auch dort war alles mit Festsitzenden überfüllt.
Wir hatten Hunger, aber im Streik wird nichts verkauft! Eine sehr nette Frau lud mich ein und spendierte Lena und mir ein großes Sandwich, Salat und Tee, ganz ohne etwas dafür zu verlangen. Ich wollte als Dankeschön etwas aus ihrem Laden kaufen, aber wie gesagt, im Streik wird nichts verkauft… Ich denke ich werde ihr eine Karte schreiben sobald wir hier draußen sind!
Nach großem und langen hin und her, hick hack und pipapo, stand fest, dass wir dort nicht wegkommen würden und allesamt im Internat des Ortes schlafen würden. Natürlich waren wir nicht die ersten die ankamen. Doch die nette Besitzerin wies uns ein Fleckchen am Boden zu. Es gab sogar Duschen. Wir breiteten also unsere Isomatten aus, Schlafsack und wollten gerade ins Bad, da kam große Aufregung und Geschrei, dass jetzt sofort ein Bus fahren würde, der uns bis Puerto Natales bringen könnte. Alle rannten durcheinander, ein Getümmel wie in einem Ameisenhaufen. So schnell hatte ich noch nie meinen Schlafsack zusammengerollt.......
Draußen eine Menschentraube vor einem Minibus.
Natürlich kamen nicht alle hinein, aber sie versicherten uns, uns in zwei Stunden abzuholen. ALSO doch duschen und eine Kleinigkeit essen. Nach eineinhalb Stunden war der Bus wieder da. Vollgequetscht mit Leuten und Rucksäcken, starteten wir in Richtung Puerto Natales. Da auch dort Straßensperren sind, lies uns der Fahrer 8 km vorher aussteigen. Wir liefen den Rest bis zum Ort, quer über den kleinen Flughafen. Mit ausgebreiteten Armen spielten wir Flugzeug, bis das Wachtauto der Flughafensicherung mit lauter Sirene auf uns zugebraust kam und wir schnell weggerannt sind :)
Kurz vor Ortseingang verteilten hilfsbereite Anwohner belegte Brötchen.
Nachts kamen wir dann an und seither sitzen wir fest.
Die Schule ist Flüchtlingslager. Anfangs wurde noch jede Stunde eine Infoveranstaltung abgehalten mit der neusten Meldung dass es keine neuen Meldungen gibt, jetzt wird garnichts mehr mitgeteilt. Es sind seither 4 Minister entlassen worden, und die Verhandlungen der Gaspreise sind bei einer Erhöhung von nur noch 3%, aber die Magellans wollen 0%.
Einige Witzbolde fordern sogar die Zugehörigkeit zu Argentinien, da die chilenische Regierung sie nicht erhört..... :)
Ab heute Mittag wollten sie versuchen uns mit Militärflugzeugen auszufliegen nach Punta Arenas, da ab morgen weitere Flüchtlinge vom Nationalpart Torres del Paine kommen, den sie evakuiert haben. Einige konnten raus, wir warten immer noch, seit 12 Stunden jetzt............Andererseits haben wir hier immerhin eine gammelige, versüffte Schaumstoffmatratze zum Schlafen. Am Flughafen in Punta Arenas hätten wir nichts, und müssten nachts noch die 20 km bis in den Ort hineinlaufen, vorbei an vier weiteren Straßensperren. Da bleiben wir lieber noch ne Nacht hier.........
Soviel zu den neusten Meldungen meinerseits. Zum Glück hat die Schule hier einen Computerraum um Kontakt zu Außenwelt aufrecht zu erhalten :)








































17. Januar 2011
So, jetzt sind wir endlich wieder in der Zivilisation- nach dem Streik kein so einfaches Unterfangen. Die Chilenen haben immernoch alle öffentlicher Verkehrsmittel lahm gelegt, um die Gaspreiserhöhung zu vermeiden.............das war ein Erlebnis! Im Vergleich zu dem Towubabowu war der Nationalpark Torres del Peine relativ gediegen :)
Wir haben atemberaubende Naturschauspiele erlebt und insgesamt 5x übernachtet, einmal davon unfreiwillig :) In den fünf Tagen haben wir insgesamt 71 km im Park zurückgelegt und ich weiß nicht wie viele noch außerhalb :)
Sie haben uns mit dem Militärflugzeug ausgeflogen und nach Punta Arenas gebracht. Nun sitzen wir hier fest, wobei wir die Stadt noch nicht so kennen und wenigstens etwas Neues sehen. Schade ist nur dass wir weder nach Feuerland rüberfahren können, worauf ich mich total gefreut habe, noch eine Tour zu den Pinguinen machen, die auf den Inseln vor Punta Arenas leben, und zwischen denen man richtig rumlaufen kann. Aber es fährt kein Boot….
Stattdessen werden wir Zeugen von Massenprotesten, die sich vor dem Rathaus abspielen und in denen der Hauptschlachtspruch „Piñera, escucha, andate a la chucha!“ lautet. Piñera ist der chilenische Präsident, und sie sagen so viel wie: „Piñera, hör zu, geh doch zur Scheiße!“
Reimt sich halt auf Deutsch nicht…




24.Januar 2011
Wir waren vier Tage auf Chiloe. Schon beim Übersetzen mit der Fähre haben uns Pinguine und Seerobben begleitet, ich war total aus dem Häuschen! Und diesmal echte Pinguine !!! :P

Dort haben wir ne Gruppe netter Jungs kennengelernt, mit denen wir bis nachts um halb 3 Karten und Würfeln gespielt haben, bis die Hostalbesitzerin gekommen ist und sagte wir seinen zu laut ............ *ups* :)




















































War voll witzig. Mit denen waren wir dann auch einen Tag im Nationalpark am Pazifik.
Am Hafen von Castro hab ich mich dann an frischen Muscheln übergessen :) Die gabs ganz ganz günstig und schon gekocht und entmuschelt mit Zwiebeln und Zitronensaft und Aji (das ist so eine leckere, scharfe Gewürzpaste) und wir haben die Pfahlbauten angeschaut. Heut sind wir dann bis Puerto Varas am Vulkan Osorno zurückgetrampt- ein wunderschönes kleines Städtchen. Von hier aus machen wir morgen Canyoning. Das heißt im Neoprenanzug Stromschnellen hinunterrutschen, von Klippen springen, durch Wasserfälle durch usw.! Voll cool!!!!! Hat mich einiges gekostet die anderen beiden dazu zu überreden aber so was wollte ich schon immer mal machen, einfach nur super!!!! Ich freu mich riesig!





























































Danach werden wir nochmal hier in den Nationalpark gehen und am Donnerstag dann für einen Tag Fahrräder ausleihen um nach Frutillar zu fahren, direkt am See entlang und wieder zurück.
So ungefähr also bis Freitag sind wir hier, danach gibts es wie immer keinen genauen Plan :)

Valdivia: (wir haben uns spontan nochmal mit Pao und zwei ihrer Freundinnen samt Töchtern getroffen)
Wir haben die Küste um Niebla besut, wo täglich ein historisches Spektakel stattfindet, in dem die Chilenen sich den Ort von den Spaniern zurück erobern, und wir wurden Zeugen der wohl 1000sten Siegesfeier :)
























































13. Februar 2011
Peru is soooooooo geil!!!! Ich muss da unbedingt nochmal hin!!! Es ist alles so wie auf Bildern, die Leute laufen mit bunten gewebten Tüchern rum, in denen sie Holz, Essen, Grass, Wasser, Tiere, Schuhe, Kräuter, Töpfe, Stoffe, Gewürze, Kartoffeln........und kleine Babys transportieren.
Sogar die kleinen Kinder haben schon ihren Teddy auf dem Rücken mit dabei! Auf den Feldern und Bergterrassen wird noch mit der Sichel geerntet und mit Ochsen gepflügt und an jeder Ecke gibts super leckere Gerichte, die sie einfach so auf der Straße verkaufen, unbekannte Früchte, Getreidesorten, Gemüsearten, Cocablätter, viel Quinoa, Schokoladenpulver aus 100 % Kakao, das man einfach mit heißer Milch macht, SUPERLECKER und jetzt mein Frühstücksgetränk. Außerdem endlich mal gescheiten Kaffe und richtige Kaffeebohnen und keinen Pulvernescafé wie in Chile. Wow, ich könnt noch so viel weiterschwärmen................das muss man einfach erleben!!!!!!





































































Bis gestern waren wir vier Tage im tropischen Regenwald Manu, in der Nähe von Cusco, morgen gehts los zum Machu Picchu. Aber es ist viel viel zu wenig Zeit um die Stadt der Inka, in der noch so so viel erhalten ist anzuschauen.

Wir haben in Cusco einen Inka, Qoa, kennengelernt, der uns ganz ganz viel über seine Kultur, das damalige Wissen über die Astrologie, die Schätze der Erde, den menschlichen Körper, Medizin, die Architektur und den Respekt gegenüber der Natur erzählt hat. Es war einfach unglaublich interessant. Zusammen mit ihm und seiner Tochter zeigte er mit die verborgenen Stellen der Stadt, an denen viele Touris einfach so vorbeilaufen.
Der Baustil der Inka ist der Wahnsinn. Qoa (auf Quechua, der Inkasprache, Puma) hat mir erzählt, dass eine Theorie sagt, dass die Inka Medizinmänner hatten, die die Steinadern spüren konnten. An diesen Stellen haben sie auf die Felsblocken gehauen und die Steine sind auseinander gesprungen. Anschließend wurden sie poliert und wieder zusammengesetzt. Die Mauern sind ein einziges Puzzle und es ist einfach verblüffend wie man genau einen gegenstein finden kann, der in so komische Formen hineinpasst. Bis heute stehen die zusammengepuzzelten Tempel und man fragt sich wie es überhaupt sein kann, dass jemand genau den Stein findet, der als Gegenstück zum anderen passt. Einige haben 32 Ecken, Rundungen etc. und alles ist ohne jegliches Klebemittel gemauert!!!!!
























Auch über die mystischen Entdeckungen des Machu Picchu hat er uns eine Menge Insiderinfos gegeben, da er selbst auch in der Sommerzeit zusammen mit seinem Chef, einem Schamanen, Pilgerreisen dort hin unternimmt, sodass wir letztendlich mehr wussten als unsere Führerin, weswegen wir nach der Führung alles nochmal abgelaufen sind und selber geguckt haben!
Die heilige Tempelstätte ist einfach ein magischer Ort und wir hatten auch noch richtig richtig Glück mit dem Wetter!!!!






















































Ich hab mich gut mit Qoa verstanden, und am letzten Abend lud er uns noch zu einem Indischen Ritual ein, in dem sie die Göttin Shiva gefeiert haben. Es war echt mal interessant so etwas mitzuerleben!

Auch der Dschungel war ein unvergessliches Erlebnis. Wir haben Bananen direkt von der Staude gepflückt (die allerleckersten Bananen die man sich vorstellen kann!), sind unzähligen Arten von Vögeln begegnet, haben die Bekanntschaft von fünf verschiedenen Affenarten gemacht, auch solch wie Herr Nilson von Pippi Langstrumpf, wurden von Schmetterlingen in allen Farben und Formen begleitet (manche so groß, dass ein Flügel die Fläche meiner Hand hatte!), beim Frühstück begrüßte uns ein Kolibri, wir sahen Wildschweine, giftige Frösche, Eichhörnchen, eine Schlange, Riesenameisen, Vogelspinnen, haben die Früchte eines Kakaobaumes gegessen, Grapefruits gepflückt, ein Fieberkraut kennengelernt, Kaffebohnen aufgelesen, die Heilkunst des Drachenblutbaumes erläutert bekommen, eine haluzinogene Pflanze unter die Lupe genommen, sind auf einem reißenden Urwaldstrom (in der Regenzeit) mit dem Floß gefahren, steckten mit den Gummistiefeln im Matsch, haben uns mit einem Seil von einem Regenwaldbaum zum anderen gehangelt…….. es war einfach so unbeschreiblich toll, dass sich gar keine Worte dafür finden lassen!


















































































































































18. Februar 2011
Jetzt bin ich wieder zurück in Chile, in Santiago, von wo aus wir morgen an die Küste fahren, wo unser Zwischenseminar beginnt. Am Flughafen half uns eine Oma an der Information, die Solitär gespielt hat, ein günstiges Hostal zu finden [für Santiagos Verhältnisse] und wir haben einen echten Glücksfang gemacht! Riesengroß, Internet, Swimmingpool, Riesenküche, kleine verwinkelte Gärtchen in den Hinterhöfen, echt schön!
Bei der Einreise gabs ein paar Probleme..............in Peru ist der Verkauf und Verzehr von Kokablättern als Tee oder so zum Kauen legal. In den Blättern ist ja so auch nichts kokainmässiges drinnen, das entsteht erst bei der Verarbeitung. Es ist sogar gesund, hilft bei Bauchweh und der Höhenkrankheit und macht resistenter gegen die Kälte..........naja, auf jeden Fall hatten wir welche dabei, als Geschenke und zum selbst Tee trinken.
In Peru haben wir am Flughafen noch gefragt ob wir das mitnehmen können, und der Typ vom Flughafenpersonal meinte dass alles, was weniger als ein Kilogramm ist, gar kein Problem sei.
Also als sie dann im Flugzeug die Zettel für den Zoll zur Einreise verteilt haben, haben wir bei „was zu verzollen“ „Nein“ angekreuzt.
Beim Skann stellte sich dann heraus dass man keinerlei tierische oder jegliche Art pflanzliche Produkte einführen durfte, also noch nicht mal die mini Samen des schwarzen Mais, den ich so beeindruckend fand, keine leckeren Quinoariegel, Kakaobohnen von Lena, Dufthölzer, Obst, Tee und natürlich erst recht keine Kokablätter........
Sie räumten meinen ganzen Rucksack aus und ich konnte ihnen zum Glück noch die Quinoariegel abschwätzen, damit dass ich durch die Weizenallergie kein Brot essen kann und das mein Ersatz ist.
Außerdem haben sie glücklicherweise nicht alle Lebensmittel gefunden, sonst währen jetzt noch mehr Mitbringselgeschenke flöten gegangen.
Auch Lena hatte Glück dass sie ihr ihren Regenstab nicht weggenommen haben, da das ja Kunsthandwerk ist, aber eben aus Holz und somit pflanzlicher Herkunft.
Wir wurden einzeln in die Oficina abgeordnet und mussten Fragen beantworten. Dort las ich auch dass es bei unangegebenen Wahren zu einer Anzeige und einem Strafgeld von umgerechnet mindestens 30 Euro kommen kann......na klasse!
Ich erzählte der Frau, dass wir davon ausgingen es sei legal aufgrund der Aussage des Peruaners und daher keine Angaben gemacht haben.
Ihr Chef las sich kopfschüttelnd die Papiere durch und sie fragte ihn was jetzt weiter daraus wird, da seufzte er nur, zuckte die Schultern und meinte dass das dann jetzt eben nicht unsere Schuld sei, sondern die des Peruaners weil er uns falsch informiert hatte..........
Puh was für ein Glück! der hatte wohl gestern seinen guten Tag, bzw. wenn vielleicht sein Kollege dagewesen wäre, wären wir nicht so klimpflich davon gekommen!!! Jetzt sind wir zwar beim chilenischen Staat registriert, aber haben keine Anzeige und kein Strafgeld!
*g* An aufregenden Erlebnissen fehlt es uns also nicht während der Reise 





24. Februar 2011
Die Leute hier sind voll cool, wir sind ne richtig gute Gruppe, haben voll viel Spaß zusammen und die Teamer, lassen uns auch genug zeit zum Entspannen, gehen voll auf uns ein und sind richtig Teil der Gruppe.
Am Dienstag waren wir Pablo Nerudas Haus besuchen, das etwa 30 Gehminuten vom Seminarhaus entfernt liegt, echt beeindruckend, vor allem weil ja in unserem Sternchenthemabuch in Spanisch schon so viel dazu drinnen stand und ich das jetzt endlich mal live sehen konnte :)
Gerade sitze ich auf der Terrasse, gegenüber das Meer mit seinen gleichmäßig rauschenden Wellen. Gestern in der Mittagspause haben wir wieder Wellenrennen gemacht. hier am Pazifik brechen die meterhohen Wellen ganz ganz nah am Strand, d.h. wir rennen mit der zurückgehenden Welle rein, ganz nah, und dann vor der kommenden wieder weg. Wenns gut läuft, ziehts dir so richtig von hinten die Füße weg, nach vorne und du fällst rückwärts ins Waser. Wenns dich nicht schon da umhaut, dann spätestens wenn das ins Meer zurückfließende Wasser mit seinem starken Sog von vorne kommt. Dann hauts dich vorwärts um :)
Is echt witzig und macht einen Riesenspaß!!!!!
Morgen Mittag ist das Seminar vorbei und Maya und ich gehen noch eine Nacht mit nach Valparaiso, wo die meisten anderen Freiwilligen wohnen!


























































Das war jetzt also so ein „kurzer“ Einblick in die erlebnisreichsten, aufregensten, spannensten und unvergesslichsten zwei Monate meines Lebens!
Viele liebe Grüße nach Deutschland an euch alle!!!!!
Eure Katharina