DA BIN ICH !!! *g*

Dienstag, 31. August 2010

El camino hacia Ralco

Am Sonntag sind wir mit Pao (tia Paola) zusammen nach Ralco gefahren. EIn kleines Bergdorf Richtung Anden. Der Weg dorthin war einfach wunderbar schoen! Angefangen hat uniere Fahrt schon sehr vielversprechend. Carlos hat uns fuer das WOchenende den Jeep geliehen- eine Uralte Schrottkarre mit Allradantrieb. Die Gangschaltung funktioniert nur bei sportlichem Koerpereinsatz, die Tankanzeige steht dauerhaft auf leer, ein Fenster verlaeuft nicht mehr in der Bahn sondern steht aussen weg und die Kupplung klemmt. Kurzum :das Fahren damita ist allein schon ein Abenteuer!

Die Kordilieren immer vor uns ging es vorbei an den vielfaeltigsten Landschaftsarten, die ich Fisher gesehen habe.
Zuerst an einer schier unendlichen Wellblechsiedlung, in der jedes Haus dem anderen glich. Anschliessend an Bretterverschlaegen, Villen, Draht- und Plastikhaeusern, Kuhweiden, Kiosken, gelben und intensiv duftenden Aromohainen, Eukaliptuswaeldern, Laub- und Nadelbaeumen, Fels und Steinfeldern, durch einen kunterbunt bebauten Ort hindurch.
Wir ueberholten ein para Pferdekarren, vor uns ueberquerte ein rosa Hausschwein die Strasse (die sehen aus wie bei uns, haben aber ganz viele ganz dichte blond-weisse Haare- Fast wie Wildschweine), mehrer Huehner liefen auf der Fahrbahn rerum.
Es ging vorbei an Schafherden, ein Ochsenkarren kam uns entgegen, Bowie mindestens 100 Rennradfahrer in Tour de France- Montur.
Bald tauchte als breuer Begleiter der Río Bio Bio am Strassenrand auf, de unglaublich viele unterschiedliche Gesichter hat. Mal ist er ewig breit und traegt ein grosses Kiesbett in seiner Mitte. Dann wieder erscheint er als reissender Strom, der sich durch Felswaende metertiefe Schluchten gegraben hat.
Je nach Licht und Tageszeit war sein Wasser mal blau, tuerkies, aschfarben, grau oder beinahe weiss.
Als wir nach ganz vielen Fotopausen und Bestaunungsstops endlich in Ralco ankamen, waren die faszinierenden EIndruecke noch lange nicht zu ende. Bei dem Ort handelt es sich um eine Maputchesiedlung, Ureinwohner Chiles, die den Spaniern lange Zeit WIderstand geleistet hatten, und deren Gebiet sich jenseits des Río Bio Bio erstreckte. Sie sind etwas dunkler als die uebrigen Chilenen, haben ein sehr huebsches, ebenmaessiges Gesicht und meist geroetete Wangen. Ihr Kopf wird umrahmt von dickem, schwarzen, glaenzendem Haar und sie sprechen eine aussergewoehnliche Sprache, die keiner anderen gleicht.
In Ralco gibt es ein Mini-Museum, verbunden mit einem Aussichtsturm, de reinen gigentischen Blick auf das Gebirge bietet. Der Museumsmann- ein Maputche- war supernett. Er hat uns ein para Worte beigebracht, von denen ich mich leider an keines mehr erinnern kann, und hat uns auf seiner Mundtrommel und einer Horntrompete vorgespielt. Das ist ganz schoen schwierig. Ich durfte es versuchen und habe kaum einen Ton zustande gebracht, waehrend er gleich eine ganze Melodie troeten conté. Manomann, der waer ein super Vuvuzela-Blaeser!

Nach dem Picknick-Mittagessen sind wir noch etwas weiter gefahren- schon bald ging die Strasse in eine Schotterpiste ueber und wir waren froh ueber den Allradantrieb.
Vorbei ging es an einer RIESIGEN Staumauer, die den Río Bio Bio in einen gigentischen See verwandelte, der glietzernd und maerchenhaft das ganze Tal erfuellte. An den vereinzelten Huetten, die wir links und rechts hinter uns liessen, hing ueber den Zaeunen wohl Fast der gesamte Kleiderbestande der Familien kunterbunt durcheinander zum Trocknen.
Ich glaube am Wochenende ist in Chile Waschtag. Es gab ungelogen kein Haus, vor dem keine Waesche hing! Das siehr sehr schoen aus, diese Farbenvielfalt!

Das Dickicht und Gestruepp wurde immer verwilderter, Schlingpflanzen rankten sich die Baeume hoch und abgestorbenes Holz saeumte den Dschungelboden. Aus den Felswaenden rannen, stuerzten, schlaengelten und spritzten Wasserfaelle in allen Groessen, und unbekannte Pflanzen entfalteten sich nahe der eiskalten Gletscherbaeche. Die strahlende Sonne, deren waermendes Licht kaum den Boden erreichte, tauchte den See am anderen Ufer in glitzernde Unwirklichkeit.
Alles war so neu, so unglaublich, so natuerlich schoen!
Schade dass wir nicht jedes mal anhalten contén. Aber ich bin schon gespannt, was noch alles auf mich zukommt!

1 Kommentar:

  1. Hey Süße,
    ich hab heut mal wieder reingeschaut....
    das hört sich echt an wie ein riesengroßes Abenteuer !
    Schön zu hören und zu sehen dass es dir gut geht!
    Fühl dich umarmt,
    Ganz liebe Grüße
    Verena (Knallerbse)

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